CouchKritik: Das Finstere Tal

Ein österreichisch-deutscher Film, der einen dermaßen umhaut, sowas gibt’s? Aber Hallo!

Handlung:

Ende des 19. Jahrhunderts kommt ein junger Mann namens Greider in ein abgelegenes Dorf in den Alpen. Dort angekommen, sucht er eine Bleibe, um den kalten Winter in den Bergen zu überstehen. Da die Dorfbewohner fremden gegenüber eher negativ eingestellt sind, dauert es eine Weile bis sie ihm eine Unterkunft gewähren. Greider wird von den Brenner-Bauern, die übrigens mit aller Härte über das Dorf herrschen, begleitet. Angekommen, wird er der Witwe Garder und ihrer Tochter Luzi vorgestellt. Als eines Nachts einer der Brenner-Söhne bei Waldarbeiten um’s Leben kommt, beginnt so langsam der Albtraum!

Meine Meinung:

Ich bin eher durch Zufall auf diesen Film gestoßen. Eigentlich wusste ich auch überhaupt nicht, worum es bei Das finstere Tal geht. Nur, dass es ein deutschsprachiger Film ist und eine Mischung aus Western und Heimatfilm sein soll. Klingt nicht gerade so, dass ich mir unbedingt die Blu-ray sofort in’s Regal stellen müsste, weit gefehlt!

Was der Regisseur Andreas Prochaska hier geschaffen hat, ist für mich ein kleines Meisterwerk! Gut, bei der Story wurde das Rad nicht komplett neu erfunden, muss es ja auch nicht immer. Man weiß relativ schnell, worauf das ganze hinausläuft, zumindest ging es mir so. Vielmehr ziehen einen die tollen Bilder und die extrem dichte Atmosphäre in ihren Bann. Die Welt wirkt trist, düster, kalt, grau, und macht nicht gerade Lust auf einen Ski-Urlaub. Sam Riley spielt den wortkargen und zurückhaltenden Hauptprotagonisten, der zudem noch im gesamten Film deutsch spricht, richtig gut. Vor allem der Dialekt passt perfekt in das Setting, für mich wirkte das ganze dadurch viel authentischer. Auch die anderen Schauspieler machen hier einen richtig guten Job, unter anderem Paula Beer als Luzi, und Tobias Moretti als einer der Brenner-Söhne, den die meisten vielleicht noch aus der Fernsehserie Kommissar Rex kennen dürften. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, hat der Film wirklich eine FSK12 Freigabe bekommen? Denn mit brutaler Gewalt wird hier auch nicht gerade gegeizt, was aber auch hier wieder wunderbar in die dreckige Welt passt. Zum Ende hin gibt’s dann noch coole Zeitlupen-Einstellungen, Pop-Songs die eigentlich gar nicht zum gesamten Film passen, aber Quentin Tarantino hat ja auch schon Hip Hop Mucke bei Django Unchained reingeballert! Also dürfen wir das auch.

Fazit:

Ein äußerst brutaler, atmosphärischer und düsterer Alpen-Western, der devinitiv keine gute Laune verbreitet. Unbedingt anschauen!

Wertung: 4,5/5


Info

: 04. 09. 2014

Schauspieler: Sam Riley, Paula Beer, Tobias Moretti

Regisseur: Andreas Prochaska

Genre: Western, Heimatfilm

Laufzeit: 115 Minuten

 

 

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Eine Antwort zu CouchKritik: Das Finstere Tal

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